Was ist das hier eigentlich?
Ich habe durch einen Kollegen erstmals von der Idee einer Manager-README gehört und fand den Ansatz spannend genug, ihn selbst auszuprobieren.
Diese README soll:
- mich als Führungskraft und Kollegen vorstellen
- einen Einblick in meine Rolle geben
- zeigen, wie ich arbeite
- verdeutlichen, was du von mir erwarten kannst
- einige häufige Fragen vorab beantworten
Wichtig:
- Das ist kein großes Manifest oder eine Sammlung unumstößlicher Prinzipien.
- Es ersetzt nicht das persönliche Kennenlernen.
- Das Dokument wird sich mit der Zeit weiterentwickeln.
Du möchtest mehr über die Person hinter dem Engineering Team Leader erfahren?
Dann lies thomet.personal.README.
Ein wenig über mich

Außerhalb der Arbeit verbringe ich gerne Zeit mit meiner Familie, bin gerne in der Natur und gehe verschiedensten Interessen nach, die meine Neugier wecken und mir helfen, ständig Neues zu lernen.
Meine Rolle
Ich bin Engineering Team Leader eines SRE-Teams im Bereich Sage CloudOps.
Zu meinen wichtigsten Aufgaben gehören:
- Mein Team dabei zu unterstützen, motiviert zu bleiben, sich weiterzuentwickeln und langfristig erfolgreich zu sein.
- Mein Team vor unnötigen Ablenkungen zu schützen.
- Kontext bereitzustellen und Orientierung zu geben.
Mein Ziel
Wenn ich meine Rolle gut ausfülle, bedeutet das:
- Du bist in der Lage selbst herauszufinden, was getan werden muss, wie es umgesetzt werden sollte und es anschließend erfolgreich umzusetzen.
- Du hast Raum, dich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.
- Du verfügst über ausreichend Kontext, um Prioritäten setzen und fokussiert arbeiten zu können.
Meine Grundannahmen
-
Du bist sehr gut in deinem Job. Sonst wärst du nicht hier. Wenn es so wirkt, als würde ich dich hinterfragen, dann meistens weil ich:
- zusätzlichen Kontext sammeln möchte oder
- als Sparringspartner dienen möchte.
- Du sagst mir Bescheid, wenn du deine Arbeit nicht erfolgreich erledigen kannst. Es ist meine Verantwortung, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Manchmal übersehe ich Dinge – dann brauche ich dein Feedback.
- Du fühlst dich sicher, mit mir zu diskutieren. Ich glaube, dass Ideen besser werden, wenn man sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Wenn ich widerspreche, dann meist nicht, weil ich dagegen bin, sondern weil ich die Idee testen möchte. Dafür brauchen wir eine Atmosphäre, in der offene Diskussionen möglich sind.
Was ich (glaube) gut kann
- Vertrauen durch ehrliche Gespräche und Empathie aufbauen
- Feedback geben und annehmen – sowohl positives als auch kritisches
- Probleme analysieren und gemeinsam Lösungen entwickeln
- Struktur und Ordnung in komplexe Themen bringen und dabei das große Ganze im Blick behalten
- Den Nutzen und die Erfolgschancen neuer Projekte oder Aufgaben einschätzen
Wie ich gerne arbeite
Nur weil ich diese Arbeitsweise bevorzuge, bedeutet das nicht, dass andere Wege nicht funktionieren können.
- Mich interessiert besonders, ob und wie sich eine Idee praktisch umsetzen lässt.
- Ich mag komplexe Aufgaben und Herausforderungen mit unbekanntem Ausgang.
- Ich lasse Dinge ungern lange in der Schwebe und möchte möglichst schnell herausfinden, wie sie sich in der Praxis bewähren.
- Ich arbeite gerne strukturiert und nachvollziehbar.
Was mich motiviert
- Zu sehen, wie Menschen erfolgreich werden
- Lernen und persönliche Weiterentwicklung
- Neugierige Menschen
- Sinnvolle Probleme zu lösen
- Konstruktive Diskussionen
Tipps für die Zusammenarbeit
Hilfreich
- Gut vorbereitet sein
- Probleme vollständig analysieren
- Möglichkeiten und Alternativen erkunden
- Sachlich bleiben
- Klar, logisch und präzise kommunizieren
- Nach Alternativen suchen
Weniger hilfreich
- Über Themen sprechen, die man kaum kennt
- Zu viele unbegründete Meinungen äußern
- Zeit verschwenden
Bekannte Fehlermodi
- Ich kann manchmal etwas ungeduldig sein und Dinge zu schnell vorantreiben wollen.
- Routine langweilt mich schneller als sie sollte.
- Manche Menschen empfinden meine offene Art, Ideen zu hinterfragen, als anstrengend.
Wie kann ich dir helfen?
- Kontext liefern. Einen großen Teil meines Tages verbringe ich damit, Informationen zu sammeln, zu filtern und weiterzugeben. Ich versuche relevante Informationen aktiv zu teilen, aber frag jederzeit nach, wenn dir etwas fehlt.
- Eine Außenperspektive bieten. Ich arbeite nicht täglich in jedem Projekt mit, bin aber nah genug dran, um hilfreiche Gedanken beitragen zu können.
- Erfolge sichtbar machen. Ich freue mich über Erfolge und feiere sie gerne. Wenn du dich selbst nicht gerne in den Vordergrund stellst, übernehme ich das gern für dich.
- Etwas anderes? Lass mich wissen, wie ich dich unterstützen kann.
Wie kannst du mir helfen?
- Großartige Arbeit leisten. Das ist die Erwartung. Wenn dich etwas daran hindert, lass es mich wissen.
- Mir widersprechen. Die besten Lösungen entstehen durch konstruktive Diskussionen. Wir sollten unsere Ideen von unserem Ego trennen können. Ich werde deine Ideen hinterfragen – und hoffe, dass du meine genauso hinterfragst.
- Mir sagen, wenn ich Fehler mache. Das ist wichtig. Ich mache Fehler und bemerke sie nicht immer selbst.
- Kommunizieren. Wenn dir Kontext fehlt, sag Bescheid. Ich werde versuchen, ihn bereitzustellen.
- Anerkennung zeigen. Positives Feedback motiviert mich sehr, besonders wenn es konkrete Beiträge oder Erfolge würdigt. Öffentliche Anerkennung verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Das Team
Mein Idealbild eines Teams ist eines, in dem wir:
- Verantwortung für unser eigenes Handeln übernehmen
- füreinander einstehen
- uns gegenseitig verantwortlich halten
- hohe Ansprüche an uns selbst und aneinander stellen
- positive Absichten unterstellen
- immer hinterfragen und immer nach dem „Warum?“ fragen
- kontinuierlich lernen
- gemeinsam lachen
Deine Entwicklung
„Niemand wird dir persönliches Wachstum auf dem Silbertablett servieren. Aber die Möglichkeiten sind da. Du kannst schwierige Dinge ausprobieren, auch wenn du nicht immer erfolgreich sein wirst. Du kannst von den talentierten Menschen um dich herum lernen. Und du kannst Ratschläge annehmen – selbst dann, wenn du nicht ausdrücklich danach gefragt hast.“ – Steven Nobel
- Deine Karriere gehört dir. Du weißt am besten, wie und wohin du dich entwickeln möchtest. Ich kann Feedback und eine Außenperspektive anbieten.
- Ich werde mein Bestes tun, um Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Nutzen musst du sie selbst.
- Am Ende entscheidest du über deine Ziele und Prioritäten. Lass mich wissen, wie ich dich dabei unterstützen kann.
Du möchtest reden? Lass uns reden.
- Ich habe viele Aufgaben.
- Nur wenige davon sind wichtiger als ein Gespräch mit dir, wenn du eines führen möchtest.
- Schreib mir jederzeit eine Nachricht oder buche Zeit in meinem Kalender.
One-to-Ones
Es gibt viele Möglichkeiten, One-to-Ones zu gestalten: monatlich oder wöchentlich, im Besprechungsraum oder bei einem Spaziergang.
Länge, Häufigkeit, Format und Inhalte können wir gemeinsam anpassen. Üblicherweise starten wir mit 30 Minuten pro Woche.
Die besten One-to-Ones, die ich erlebt habe, gingen über das Tagesgeschäft hinaus: Karriereentwicklung, Teamstrategie, Chancen und Herausforderungen.
Komm gerne mit Themen, über die du sprechen möchtest. Ein paar Minuten Vorbereitung helfen oft dabei, das Beste aus der gemeinsamen Zeit herauszuholen.
One-to-Ones sind keine Status-Meetings – außer du möchtest Status-Themen besprechen.
Was mir wichtig ist
- Kritisches Denken. Nichts ist unantastbar, und wir tun Dinge nicht einfach deshalb, weil wir sie schon immer so gemacht haben.
- Selbstreflexion. Wachstum entsteht selten ohne sie.
- Empathie. Wer seine Kolleginnen und Kollegen versteht, trägt zu besseren Teams bei.
Kommunikation
- Nichts ersetzt ein persönliches Gespräch.
- Wenn Kommunikation schwierig wird, bevorzuge ich fast immer einen direkten Austausch per Video-Call.
- Ich versuche, über Slack möglichst schnell erreichbar zu sein.
Feedback
- Offenes, ehrliches und wertschätzendes Feedback ist eine der Grundlagen leistungsfähiger Teams.
- Feedback funktioniert am besten in einem Umfeld psychologischer Sicherheit. Ich möchte, dass du weißt – sowohl rational als auch emotional –, dass mein Ziel ist, dass du erfolgreich, zufrieden und erfüllt bist.
- Feedback sollte möglichst zeitnah erfolgen. Das ist zumindest mein Anspruch.
- Feedback funktioniert in beide Richtungen. Das Feedback, das ich von dir bekomme, ist genauso wichtig wie das, das ich dir gebe.
Damit Menschen dauerhaft Feedback geben, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:
- Sicherheit – Die Wahrscheinlichkeit negativer Konsequenzen sollte gering sein.
- Aufwand – Das Geben von Feedback sollte möglichst einfach sein.
- Nutzen – Feedback sollte sichtbar etwas bewirken.
Sag mir bitte, wenn ich bei einer dieser drei Voraussetzungen nicht gut genug bin.
Danke
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, dieses Dokument zu lesen.
Es wird sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und ich freue mich über Feedback.
- War die Zeit, die du investiert hast, gut genutzt?
- Fehlt etwas Wichtiges?
- Gab es Informationen, die für dich keinen Mehrwert hatten?
Wenn du bemerkst, dass ich etwas von dem hier Geschriebenen nicht lebe, sag es mir bitte.
Vielleicht habe ich meine Meinung geändert.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ich meinen eigenen Ansprüchen gerade nicht gerecht werde.
In beiden Fällen möchte ich es wissen.
Du möchtest mehr über die Person hinter dem Engineering Team Leader erfahren?
Dann lies thomet.personal.README.
